Gasthof Hotel Jägerhaus • Bronnzeller Straße 8 • 36043 Fulda - Bronnzell • Tel.: 0661 / 94 17 5 - 0 • Fax: 9 41 75 - 38

Chronik

Lange Zeit war das Jägerhaus ein Forsthaus mit Pferdestall, bis es von der Familie Kramer aus Fulda in den achtziger Jahren des 19. Jhdt. zum  Luftkurhotel Jägerhaus Bronnzell vor der Rhön umgebaut wurde.

Im Jahre 1908 kam Georg Arend aus Fritzlar mit seiner Frau Ida und den beiden Söhnen Gustav und Karl nach Bronnzell, um das Luftkurhotel zu pachten.
Das Hotel besaß damals bereits Wasserleitungen in jeder Etage, Toiletten mit Wasserspülung und eine moderne Badeeinrichtung.

Dieses Hotel für „gehobene Ansprüche“, wie es in einem Prospekt genannt wurde, kostete mit Vollpension pro Person und Tag 4 Mark, Kinder unter 12 Jahren zahlten die Hälfte.
Der nördliche Teil des Hotels mit Gastwirtschaft lag in einem Park mit alten Bäumen, Laubengängen, künstlichen Wasserfällen und Springbrunnen. Daran schloß sich ein kleiner Wildpark, mit seltenen Tieren und großen Volieren, an. Zum Haus hin grenzte an den Park der Restaurationsgarten mit einem Musikpavillon , einer Kegelbahn und der große Konzert- und Tanzsaal, in dem bis zu 1250 Gäste feiern konnten. In dem Saal befand sich nach Westen hin ein großes Fenster aus buntem Glas. Dargestellt war der Hl. Hubertus, der Schutzpatron der Jäger, mit Pfeil und Bogen, der auf einen Hirsch anlegte. Der Hirsch trug in der Mitte des Geweihs ein Kreuz.

Das so genannte „Logierhaus“, mit 40 Zimmern und einem hocheleganten Speisesaal, lag direkt neben der Gastwirtschaft. Es war im 1. Stock mit dem Hauptgebäude verbunden. In den Wintermonaten fanden im Jägerhaus regelmäßig Konzerte und Bälle statt. Besonders bekannt und beliebt war der Hubertusball.

Nachdem der Architekt Ernst Kramer gestorben war, kaufte Georg Arend das Jägerhaus am 01. April 1918 von dessen Witwe.
Georg Arend starb 1926. Im Jahre 1929 heiratete Carl Arend den ehemaligen Kochlehrling seiner Mutter Gertrud Henkel aus Ellrich im Harz.

Ida Arend übergab das Hotel an ihren jüngsten Sohn Carl im Jahre 1930.
Am 05. Dezember 1932 wurde Tochter Ursula und am 6 Januar 1936 Sohn Karl geboren.
Am 17. März 1945 wurde das Jägerhaus als einziges Gebäude in Bronnzell von zwei Fliegerbomben getroffen. Es gab einen riesigen Trümmerhaufen, der von der vorderen Toreinfahrt bis weit hinter das Haus reichte. Die Verbindung zwischen dem Logierhaus und der Gastwirtschaft war zerstört.
Die beiden Gebäude, das Gästehaus und die Gastwirtschaft, wurden getrennt wieder aufgebaut. Der große Saal, der bei dem Bombenangriff stark beschädigt worden war, wurde notdürftig am Dach geflickt. Von 1949 – 53 fanden noch Veranstaltungen statt, danach konnte er nicht mehr benutzt werden. Während der sechziger Jahre musste er dann abgerissen werden.

Carl Arend starb 1964. Seine Witwe Gertud führte die Gastwirtschaft weiter, bis Ihr Sohn Karl jun. den Betrieb, nach seiner Hochzeit mit Elfriede Arend geborene Schenk aus Großenlüder, übernahm. 1983 bauten sie das Jägerhaus in den heutigen Zustand um. Auf das ehemalige Forsthaus wurden zwei Stockwerke mit 32 Hotelzimmern eingerichtet.

Am 31. August 1991 starb Karl Arend.
Seine Witwe Elfriede führte das Jägerhaus weiter.
Im März 1995 kamen ihr Neffe Dirk Schenk, auch aus Großenlüder, mit seiner Frau Carmen aus Landenhausen im Vogelsberg, um die lange Tradition des Jägerhauses fortzuführen.